Umstrittener Gesetzesvorschlag des EU-Parlaments

Das EU-Parlament will es in einer neuen Richtlinie den Detailhändlern verbieten, über die EU-Gesetze hinausgehende Standards zu verlangen. Ob der Vorschlag durchkommt, ist noch ungewiss.
Bericht

_____________________________________________________________________________________________________________________________________

Gentechnik in unseren Nahrungsmitteln?

Gentechnisch veränderte Organismen kommen in der Schweizer Bevölkerung nicht gut an. GVO sind in der Schweiz im Anbau zwar verboten, doch in der Lebensmittelindustrie finden sie dennoch Anwendung. So werden beispielsweise Proteine oder Vitamine mithilfe von gentechnisch veränderten Mikroorganismen hergestellt. In den Endprodukten befindet sich keine DNA mehr, deshalb braucht es dafür keine GVO-Deklaration. Ebenfalls verwendet werden dürften GV-Pflanzen in der Tierhaltung. Doch die Futtermittelhersteller verzichten auf den Import aus Imagegründen. Des Weiteren kann es zu GVO-Verunreinigungen kommen, z.B. durch Pollen im importierten Honig.

(SRF Kultur, 28.9.18)

_______________________________________________________________________________________________________________

Food Waste: Gastronomie hat Einsparpotenzial

Mit einfachen Massnahmen lassen sich in der Gastronomie mit Food Waste zusammenhängende Kosten spürbar reduzieren oder gar halbieren. Das zeigt eine neue Studie.
Bericht

_____________________________________________________________________________________________________________________________________

Gentechnikfreie Regionen fordern internationales GVO-Register

Anfang September fand in Berlin die 9. Europäische Konferenz Gentechnikfreier Regionen statt. Dem Netzwerk gehören 64 europäischen Regionen an, die sich als gentechnikfrei erklärt haben. Angesichts der jüngsten Entwicklungen in der Gentechnik und der mit diesen verbundenen Risiken haben die Mitglieder des Netzwerkes eine Deklaration verabschiedet. Darin fordern sie, ein internationales Register gentechnisch veränderter Organismen (GVO) einzurichten, wo auch Pflanzen und Tiere eingetragen werden, deren Erbgut mit Hilfe von Gentechnik-Scheren wie CRISPR/Cas manipuliert wurde. Als besorgniserregend bewerten die Mitglieder des Netzwerks die sogenannten „gene drives“, wodurch ganze Populationen innerhalb weniger Generationen ausgelöscht werden können, und plädieren für ein internationales Moratorium sowie für mehr öffentliches Engagement in der Saatgutzüchtung und -forschung ohne Gentechnik.

(gmo free regions, 7.9.18)

_______________________________________________________________________________________________________________

Petition zu den neuen Gentechnikverfahren eingereicht

Am 31. August reichten die Schweizer Allianz Gentechfrei, die Kleinbauernvereinigung und die Alliance suisse pour une agriculture sans génie génétique zusammen die Petition „Neue Gentechnik-Verfahren dem Gentechnikgesetz unterstellen!“ unter dem Motto „Keine Gentechnik durch die Hintertür!“ ein. Über 30'000 Unterzeichnende sowie mehrere Schweizer Organisationen unterstützen die Petition. Der Bundesrat und das Parlament werden damit aufgefordert, die neuen gentechnischen Verfahren dem Gentechnik-Gesetz zu unterstellen. Nur so ist eine Risikoprüfung sowie eine Deklarationspflicht gewährleistet.
(Aargauer Zeitung, 31.8.18)

_______________________________________________________________________________________________________________

Sonnenblumen- statt Sojaprotein

Die pflanzenbasierte Ernährung boomt. Ein wichtiger Eiweisslieferant für VeganerInnen ist Sojaprotein, zum Beispiel in Form von Tofu. Gentechnikfreies Soja für den europäischen Markt zu bekommen wird aber immer schwieriger und teurer, weshalb einige Bio-Lebensmittelhersteller nach Alternativen suchen. Eine davon ist Heliaflor, ein Sonnenblumenprotein. Es bietet viele gesundheitliche Vorteile. Biosonnenblumen werden zudem in Europa auf tausenden Hektaren angebaut, womit die lokale Herkunft der Proteine sichergestellt werden kann. Ausserdem sind Sonnenblumenprodukte, zumindest aktuell, noch gentechfrei.
(ökolandbau.de, 20.8.18)

_______________________________________________________________________________________________________________

Massive Zunahme der Brot-Importe

Der Import von Brot hat in den letzten 10 Jahren um 292 Prozent zugenommen.
Bericht

_______________________________________________________________________________________________________________

Stiftung Warentest: Sojadrinks im Test

Siebenmal gut, fünf­mal zu viel Schad­stoffe oder Keime

Sojadrinks sind die Nummer eins unter den Milchalternativen und gelten als gesund. Zu Recht? Die Stiftung Warentest hat 15 Getränke – Marken wie Alpro, Handels- und Drogeriemarken, ein Getränk aus einem Asiamarkt – auf Geschmack, Nähr­werte und Schad­stoffe geprüft. Über­raschend: Jeder dritte Drink fiel durch. Das lag an Nickel, Chlorat und einem Keim. Sieben Soja­getränke bekommen die Note Gut. Die Preise der getesteten Sojadrinks liegen zwischen 0,95 und 2,34 Euro pro Liter.
Link zum Test - der Test ist kostenpflichtig

_______________________________________________________________________________________________________________

Fischfleisch färben mit Gentech-Tomaten

Fische, die in Zuchtfarmen aufwachsen, haben oft ein blasses, graues Fleisch, im Gegensatz zu ihren Artgenossen in freier Wildbahn. Die Zucht-Fische werden deshalb oft mit synthetischen Zusatzstoffen aus Erdöl gefüttert, welche eine rosa Färbung des Fleisches bewirken, was den Konsumenten mehr Appetit machen soll. Englische Forscher wollen diese künstliche Färbung nun nach eigenen Angaben nachhaltiger gestalten, indem sie Farbstoffe aus Gentech-Tomaten gewinnen. Für die Herstellung der Ketocarotinoide wird den Tomaten bakterielle DNA eingefügt. Die gentechnisch veränderten Tomaten werden gefriergetrocknet, pulverisiert und den Fischen ins Futter gegeben.

Hakai Magazine, 3.7.18
_______________________________________________________________________________________________________________

 

Die Euphorie für die Fischzucht ist vorbei

Bericht

_______________________________________________________________________________________________________________

 

Deutschland: Rekordumsätze mit „Ohne GenTechnik“-Siegel
Bericht

______________________________________________________________________________________________________________

Kartoffeln: Erfolgreich ohne Gentechnik
Eine Studie, die in Irland durchgeführt wurde, belegt, dass gentechfreie Kartoffeln im Vergleich zu GV-Kartoffeln gleich gut abschneiden im Kampf gegen die Kraut-und Knollenfäule. Getestet wurden die Gentechnik-Kartoffel „A15-031“, die Nicht-Gentechnik-Sorte „Sarpo Mira“, die bei Bio-Bauern beliebt ist und die Kontrollsorte „Desiree“, von der bekannt ist, dass sie anfällig ist auf die Kraut-und Knollenfäule. Die Ergebnisse zeigen, dass auch mit der gentechfreien Bio-Kartoffel 80-90% der üblicherweise eingesetzten Fungizide eingespart werden können – gleichviel wie bei der Gentechnik-Kartoffel.

GMWatch, 24.5.18

_______________________________________________________________________________________________________________

 

IP-Suisse: Zusammenarbeit führt zu Erfolg
Bericht

_______________________________________________________________________________________________________________

Konsumenten wollen Nachhaltigkeit und Regionalität

Schweizerinnen und Schweizer legen Wert auf nachhaltig produzierte Produkte aus regionaler Produktion. Zu diesem Schluss kommt die "Trusted Brands 2018"-Umfrage von Reader's Digest.
Bericht

 

_______________________________________________________________________________________________________________

EU-Kommission will unlautere Handelspraktiken bekämpfen

Die EU-Kommission hat einen Plan vorgelegt, wie unlautere Handelspraktiken bekämpft werden sollen. Die Landwirtschaftsorganisationen Copa und Cogeca werten diesen als Fortschritt. Allerdings müssten die Massnahmen noch weiter gehen.
Bericht

_______________________________________________________________________________________________________________

Fertignahrung: Höheres Krebsrisiko

Der übermässige Konsum von Fertignahrung könnte das Krebsrisiko steigern. Laut einer Studie französischer und brasilianischer Forscher besteht ein Zusammenhang zwischen dem Verzehr von stark industriell verarbeiteten Lebensmitteln und der Erkrankung an Krebs.
Der Schweizer Bauer hat die Meldung der sda publiziert.

_______________________________________________________________________________________________________________

Cassis-de-Dijon: SMP wollen Lebensmittel ausnehmen

Die Schweizer Milchproduzenten (SMP) schlagen vor, das Cassis-de-Dijon-Prinzip für Lebensmittel abzuschaffen.
Bericht

 

_______________________________________________________________________________________________________________

Kein Palmöl in Freihandel mit Indonesien

In einem offenen Brief an Bundesrat Johann Schneider-Ammann fordern zahlreiche Organisationen, dass Palmöl aus dem Freihandelsabkommen mit Indonesien ausgeschlossen wird.

Bericht

_______________________________________________________________________________________________________________

 

Zwei neue Berichte zum geplanten Freihandelsabkommen mit Indonesien, welche die Umstände der Produktion des Palmöls aufzeigen.

Palmöl: Schweizer Politiker treffen indonesische Menschenrechtler

 

Indonesien: Indonesier warnen vor Palmöl

______________________________________________________________________________________________________________

 

Neuer Lebensmittelskandal:
Babymilch: Polizeirazzien wegen Salmonellen (Frankreich)
Bericht der Bauernzeitung

 

______________________________________________________________________________________________________________

 

Viele Deklarationsmängel bei fremdländischen Lebensmitteln

 

Das Kantonale Laboratorium Basel-Stadt hat 17 von 24 untersuchten Produkte wegen Deklarationsmängeln beanstandet. Bei zwei Produkten, welche nicht deklarierte Milchbestandteile enthielten, wurde ein Verkaufsverbot ausgesprochen.
Mehr Informationen

__________________________________________________________________________________________________________

Pestizide in Lebensmitteln – importierte Missstände

Das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen hat im Internet seinen Bericht über die amtlichen Kontrollen 2016 veröffentlicht. Die «NZZ am Sonntag» fasste den Bericht zusammen und fragte nach.

 

Gleich zu Anfang des Berichtes erwähnt die «NZZ am Sonntag» einen Fall vom Juni 2016. Knackiger, frischer Chinakohl aus Thailand – hier stellte die Kontrolle zwei Pestizide fest, die das Schweizer Lebensmittelrecht verbietet. Die Ware musste vom Markt genommen werden. Eine weitere Zusammenfassung: Glyphosat in Grüntee aus China, schwer belasteter Sellerie aus Thailand und Koriander aus Vietnam. Auch hier wurden Grenzwerte massiv überschritten oder ebenfalls in der Schweiz verbotene Mittel eingesetzt. Gemäss dem Präsidenten des Verbandes der Schweizer Kantonschemiker liege die Beanstandungsquote bei Früchten und Gemüsen aus Asien über 30 Prozent. «Wir stellen in Gemüsen und Früchten, die aus Asien in die Schweiz importiert werden, immer wieder Pestizide fst, welche die im Gesetz festgelegten Höchstwerte um ein Vielfaches überschreiten oder welche hier verboten sind.» äusserte er gegenüber der NZZ am Sonntag. Bei knapp 10 Prozent der auf Pestizide geprüften Lebensmittel war die Konzentration höher, als es das Schweizer Lebensmittelrecht erlaubt – die meiste beanstandete Ware stammte aus Vietnam, China, Japan, Indien und Thailand. Trotzdem sei die Lebensmittelsicherheit enorm hoch, fasste der Präsident des Verbandes der Schweizer Kantonschemiker zusammen.

 

Interessant ist die Erklärung der Initiantive für sauberes Trinkwasser. Sie fordert, dass der Bund künftig noch denjenigen Bauern Subventionen bezahlt, die auf den Einsatz von Pestiziden und Antibiotika verzichten.

 

Ob damit die Problematik der aus Asien importieren Gemüse und Früchte gelöst wird oder ob dann einfach mehr in der Kontrolle hängengebliebene, nicht handelsfähige Waren vernichtet werden, wirft Fragen auf. Insbesondere deshalb, da der Bundesrat ja nur wenige Tage nach dem Bericht seine zukünftige Agrarpolitik mit mehr Freihandel (sprich Importen vom Lebensmitteln) präsentierte...

 

KVS/Erika Städeli Scherrer

 

Quelle:
Vollständiger Bericht der NZZ am Sonntag