Fischfleisch färben mit Gentech-Tomaten

Fische, die in Zuchtfarmen aufwachsen, haben oft ein blasses, graues Fleisch, im Gegensatz zu ihren Artgenossen in freier Wildbahn. Die Zucht-Fische werden deshalb oft mit synthetischen Zusatzstoffen aus Erdöl gefüttert, welche eine rosa Färbung des Fleisches bewirken, was den Konsumenten mehr Appetit machen soll. Englische Forscher wollen diese künstliche Färbung nun nach eigenen Angaben nachhaltiger gestalten, indem sie Farbstoffe aus Gentech-Tomaten gewinnen. Für die Herstellung der Ketocarotinoide wird den Tomaten bakterielle DNA eingefügt. Die gentechnisch veränderten Tomaten werden gefriergetrocknet, pulverisiert und den Fischen ins Futter gegeben.

Hakai Magazine, 3.7.18
_______________________________________________________________________________________________________________

 

Die Euphorie für die Fischzucht ist vorbei

Bericht

_______________________________________________________________________________________________________________

 

Deutschland: Rekordumsätze mit „Ohne GenTechnik“-Siegel
Bericht

______________________________________________________________________________________________________________

Kartoffeln: Erfolgreich ohne Gentechnik
Eine Studie, die in Irland durchgeführt wurde, belegt, dass gentechfreie Kartoffeln im Vergleich zu GV-Kartoffeln gleich gut abschneiden im Kampf gegen die Kraut-und Knollenfäule. Getestet wurden die Gentechnik-Kartoffel „A15-031“, die Nicht-Gentechnik-Sorte „Sarpo Mira“, die bei Bio-Bauern beliebt ist und die Kontrollsorte „Desiree“, von der bekannt ist, dass sie anfällig ist auf die Kraut-und Knollenfäule. Die Ergebnisse zeigen, dass auch mit der gentechfreien Bio-Kartoffel 80-90% der üblicherweise eingesetzten Fungizide eingespart werden können – gleichviel wie bei der Gentechnik-Kartoffel.

GMWatch, 24.5.18

_______________________________________________________________________________________________________________

 

IP-Suisse: Zusammenarbeit führt zu Erfolg
Bericht

_______________________________________________________________________________________________________________

Konsumenten wollen Nachhaltigkeit und Regionalität

Schweizerinnen und Schweizer legen Wert auf nachhaltig produzierte Produkte aus regionaler Produktion. Zu diesem Schluss kommt die "Trusted Brands 2018"-Umfrage von Reader's Digest.
Bericht

 

_______________________________________________________________________________________________________________

EU-Kommission will unlautere Handelspraktiken bekämpfen

Die EU-Kommission hat einen Plan vorgelegt, wie unlautere Handelspraktiken bekämpft werden sollen. Die Landwirtschaftsorganisationen Copa und Cogeca werten diesen als Fortschritt. Allerdings müssten die Massnahmen noch weiter gehen.
Bericht

_______________________________________________________________________________________________________________

Fertignahrung: Höheres Krebsrisiko

Der übermässige Konsum von Fertignahrung könnte das Krebsrisiko steigern. Laut einer Studie französischer und brasilianischer Forscher besteht ein Zusammenhang zwischen dem Verzehr von stark industriell verarbeiteten Lebensmitteln und der Erkrankung an Krebs.
Der Schweizer Bauer hat die Meldung der sda publiziert.

_______________________________________________________________________________________________________________

Cassis-de-Dijon: SMP wollen Lebensmittel ausnehmen

Die Schweizer Milchproduzenten (SMP) schlagen vor, das Cassis-de-Dijon-Prinzip für Lebensmittel abzuschaffen.
Bericht

 

_______________________________________________________________________________________________________________

Kein Palmöl in Freihandel mit Indonesien

In einem offenen Brief an Bundesrat Johann Schneider-Ammann fordern zahlreiche Organisationen, dass Palmöl aus dem Freihandelsabkommen mit Indonesien ausgeschlossen wird.

Bericht

_______________________________________________________________________________________________________________

 

Zwei neue Berichte zum geplanten Freihandelsabkommen mit Indonesien, welche die Umstände der Produktion des Palmöls aufzeigen.

Palmöl: Schweizer Politiker treffen indonesische Menschenrechtler

 

Indonesien: Indonesier warnen vor Palmöl

______________________________________________________________________________________________________________

 

Neuer Lebensmittelskandal:
Babymilch: Polizeirazzien wegen Salmonellen (Frankreich)
Bericht der Bauernzeitung

 

______________________________________________________________________________________________________________

 

Viele Deklarationsmängel bei fremdländischen Lebensmitteln

 

Das Kantonale Laboratorium Basel-Stadt hat 17 von 24 untersuchten Produkte wegen Deklarationsmängeln beanstandet. Bei zwei Produkten, welche nicht deklarierte Milchbestandteile enthielten, wurde ein Verkaufsverbot ausgesprochen.
Mehr Informationen

__________________________________________________________________________________________________________

Pestizide in Lebensmitteln – importierte Missstände

Das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen hat im Internet seinen Bericht über die amtlichen Kontrollen 2016 veröffentlicht. Die «NZZ am Sonntag» fasste den Bericht zusammen und fragte nach.

 

Gleich zu Anfang des Berichtes erwähnt die «NZZ am Sonntag» einen Fall vom Juni 2016. Knackiger, frischer Chinakohl aus Thailand – hier stellte die Kontrolle zwei Pestizide fest, die das Schweizer Lebensmittelrecht verbietet. Die Ware musste vom Markt genommen werden. Eine weitere Zusammenfassung: Glyphosat in Grüntee aus China, schwer belasteter Sellerie aus Thailand und Koriander aus Vietnam. Auch hier wurden Grenzwerte massiv überschritten oder ebenfalls in der Schweiz verbotene Mittel eingesetzt. Gemäss dem Präsidenten des Verbandes der Schweizer Kantonschemiker liege die Beanstandungsquote bei Früchten und Gemüsen aus Asien über 30 Prozent. «Wir stellen in Gemüsen und Früchten, die aus Asien in die Schweiz importiert werden, immer wieder Pestizide fst, welche die im Gesetz festgelegten Höchstwerte um ein Vielfaches überschreiten oder welche hier verboten sind.» äusserte er gegenüber der NZZ am Sonntag. Bei knapp 10 Prozent der auf Pestizide geprüften Lebensmittel war die Konzentration höher, als es das Schweizer Lebensmittelrecht erlaubt – die meiste beanstandete Ware stammte aus Vietnam, China, Japan, Indien und Thailand. Trotzdem sei die Lebensmittelsicherheit enorm hoch, fasste der Präsident des Verbandes der Schweizer Kantonschemiker zusammen.

 

Interessant ist die Erklärung der Initiantive für sauberes Trinkwasser. Sie fordert, dass der Bund künftig noch denjenigen Bauern Subventionen bezahlt, die auf den Einsatz von Pestiziden und Antibiotika verzichten.

 

Ob damit die Problematik der aus Asien importieren Gemüse und Früchte gelöst wird oder ob dann einfach mehr in der Kontrolle hängengebliebene, nicht handelsfähige Waren vernichtet werden, wirft Fragen auf. Insbesondere deshalb, da der Bundesrat ja nur wenige Tage nach dem Bericht seine zukünftige Agrarpolitik mit mehr Freihandel (sprich Importen vom Lebensmitteln) präsentierte...

 

KVS/Erika Städeli Scherrer

 

Quelle:
Vollständiger Bericht der NZZ am Sonntag