Berlin: Demo für Agrarpolitik-Wende

Unter dem Motto «Wir haben es satt» sind in Berlin zehntausende Menschen für eine Wende in der Agrarpolitik auf die Strasse gegangen. An der Grossdemonstration beteiligten sich nach Angaben der Veranstalter 33'000 Menschen, die Polizei sprach von «mehreren zehntausend» Teilnehmern.
Bericht

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Mexikanische Behörden verbieten Anbau von Monsantos GV-Soja


Die mexikanischen Behörden entziehen Monsanto die Bewilligung für die Kommerzialisierung von genveränderter Soja in sieben Bundesstaaten. Die lokale Zeitschrift Reforma zitiert ein offizielles Dokument, in welchem die Behörden ihren Entscheid damit begründen, dass Verunreinigungen von GV-Soja in Bundesstaaten nachgewiesen wurden, in welchen der Anbau von genveränderter Soja illegal ist. Um weitere Verunreinigungen zu verhindern, wird die Anbaugenehmigung widerrufen. Monsanto seinerseits lehnte die Begründung ab und kündete an, den Entscheid vor Gericht zu ziehen. (Reuters, 24.11.2017).

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 Bill & Melinda Gates Stiftung lobbyiert bei UNO für Gene-Drive

 

Bei der letzten UNO-Artenschutzkonferenz forderten 170 Wissenschaftler ein Moratorium für Gene-Drive – ein gentechnisches Verfahren, mit dem ganze Populationen ausgelöscht werden können. Als Reaktion darauf beauftragte die Bill & Melinda Gates Stiftung eine PR Firma mit 1,6 Millionen US-Dollar, Gene-Drive-Befürworter zu rekrutieren. Diese sollen das UNO-Forum der Artenschutzkonferenz zu synthetischer Biologie beeinflussen und das Moratorium verhindern. Wie sich aus einer an die Öffentlichkeit gelangten Sammlung von E-Mails herausstellte, arbeitet die Mehrheit der 60 rekrutierten Wissenschaftler im Auftrag von Biotechnologie-Unternehmen oder für Gene-Drive-Projekte.
(Frankfurter Rundschau, 03.12.2017)

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Schädlinge mit Musik bekämpfen

 

Französische Landwirte bekämpfen mit Musik Pflanzenschädlinge. Kommt die Methode auch in die Schweiz?

Wie 20 Minuten berichtete beschallen schon über hundert Bauern in Frankreich ihre Felder mit Klaviermusik in der Lautstärke eines normalen Gesprächs. Zweimal täglich während zehn melodische Minuten Musik, soll laut der Lautsprecherfirma Genodics SAS den Verzicht auf Pestizide möglich machen.
Bericht der Bauernzeitung

 

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Glyphosat: Keine Rückstände in Schweizer Getreide-Produkten

 

Laut Analysen des Waadtländer Bauernverbandes Prométerre und des Schweizerischen Getreideproduzentenverbandes (SGPV) sind Schweizer Getreide-Produkte frei von Glyphosat-Rückständen.

 

Insgesamt 100 Produkte liess Prométerre laut einer Medienmitteilung des SGPV analysieren. Auf keinem Schweizer Produkt wurden Glyphosat-Rückstände festgestellt. Darunter waren 19 in der Schweiz eingekaufte Getreide-Produkte. Produkte aus dem Ausland wurden weniger breit kontrolliert, bei 2 von 3 in Frankreich gekauften Bäckerei-Waren wurden hingegen deutlich erhöhte Glyphosat-Rückstände festgestellt.

 

Ein Grund dafür könnten die unterschiedlichen Anwendungs-Vorschriften sein. Während Glyphosat in der Schweiz nur als Herbizid vor der Aussaat der Hauptkultur eingesetzt werden darf, ist in zahlreichen anderen Ländern das Besprühen der Pflanzen kurz vor der Ernte erlaubt, um eine gleichmässige Abreife zu erhalten.

 

In einem bewilligten Versuch hat Prométerre diese beiden Methoden verglichen. Das Resultat zeigte keine Rückstände nach Schweizer Regeln, aber deutliche Rückstände nach der Abreife-Behandlung. Die gesetzlichen Rückstände wurden hingegen in beiden Fällen nicht überschritten, so der SGPV.

Die Versuche waren nicht repräsentativ.

 

Quelle: lid.ch