Medienmitteilung zur Petition

 

Im Landwirtschaftlichen Informationsdienst

 

Die Information wurde in den online-Ausgaben des Schweizer Bauer und der Bauernzeitung übernommen und publiziert.

 

Meinung des Schweizer Bauernverbands

Die Revision der Gewässerschutzverordnung (GSchV) und die Überarbeitung der Grenzwerte kommen vom Bundesamt für Umwelt. Aktuell ist es so, dass für sämtliche Stoffe der gleiche Wert von 0.1 µg gilt. Bei 38 davon will man diesen Universalwert nun anpassen, weil die effektive Schädlichkeit (EQS-Werte) dieser Stoffe einbezogen werden soll. Für 13 Stoffe – insbesondere für die für die Wasserorganismen gefährlichen Insektizide – gibt es eine massive Verschärfung. Beispielsweise für das Insektizid Cypermethrin würde neu ein Wert von 0.00003 µg statt die bisher 0.1 µg gelten. Bei den restlichen 25, darunter auch Glyphosat, wird der Anforderungswert erhöht, weil sie als weniger gefährlich eingestuft werden. Das liegt daran, dass Glyphosat in den Gewässern praktisch kein Problem darstellt. Ein Verzicht auf die Erhöhung des Grenzwertes bei Glyphosat aus rein emotionalen statt rationalen Gründen ist aber aus Sicht der Landwirtschaft nicht problematisch. Aus fachlicher Sicht ist die Revision der GSchV richtig, weil die einzelnen Stoffe neu aufgrund ihrer effektiven Gefährdung beurteilt werden. Der Bauernverband unterstützt aus diesem Grund die Revision.

 

Kommentar:

Danke an den Schweizer Bauernverband für dieses Statement. Die Petition der KVS begrüsst die vorgesehene Reduktion der Grenzwerte und lehnt nur die Erhöhungen ab. Dass ein Verzicht auf die Erhöhung der Grenzwerte bei Glyphosat – ob aus rationalen oder aus rein emotionalen Gründen – für die Landwirtschaft nicht problematisch ist, ist erfreulich!

KVS/est